Rückblick Halloween-Demo für die Verkehrswende 2025! - ADFC Oberhausen/Mülheim

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Oberhausen/Mülheim e. V.

Rückblick Halloween-Demo für die Verkehrswende 2025!

Unser Rückblick mit Fotos: Am 31.10.2025 war es wieder soweit: Zum fünften Mal zogen wir – furchtlos, entschlossen und selbstverständlich gruselig verkleidet – durch die Oberhausener Innenstadt.

Hexen, Skelette und leuchtende Fahrräder: Was auf den ersten Blick nach einer Halloween-Feier aussah, war in Wirklichkeit eine kraftvolle Demonstration für sichere und gerechte Mobilität in der Stadt. Bereits zum fünften Mal rief das Aktionsbündnis Oberhausen sattelt um zur Protestfahrt für die Verkehrswende auf!

Gruselig ist nicht Halloween – gruselig ist der Straßenalltag

In der Auftaktrede auf dem Bahnhofsvorplatz wurden keine Monster beschworen – stattdessen rückte der alltägliche Horror des Radverkehrs in den Fokus: zugestellte Schutzstreifen, fehlende Radwege, Dooring-Unfälle, riskante Kreuzungen und ein Mangel an sicheren Abstellmöglichkeiten. „Das ist nicht nur gruselig – das ist inakzeptabel!“, rief ein Redner des Bündnisses unter großem Applaus.

Mit klaren Forderungen wie Tempo 15 innerorts, autofreien Innenstädten, geschützten Kreuzungen und breiten Radwegen machten die Teilnehmenden deutlich, dass Mobilität kein Privileg für Autofahrende sein darf, sondern ein Recht für alle Menschen ist – unabhängig von Einkommen, Alter oder Verkehrsmittel.

Eine Stunde Protest auf zwei Rädern

Rund eine Stunde lang zog der bunte, rund 150-köpfige Demonstrationszug auf Fahrrädern durch Alt-Oberhausen – vorbei an verstopften Straßen und staunenden Passant*innen. Der Demonstrationszug wurde von der Polizei begleitet, störte jedoch kaum den Verkehrsfluss – vielmehr wurde deutlich, wie viel Potenzial in einer flächengerechteren Aufteilung des Straßenraums steckt.

Die Realität: Mangelhafte Infrastruktur und tägliche Gefahren

Gerade in der Innenstadt von Alt-Oberhausen fehlt es an durchgängigen, sicheren und komfortablen Radwegen. Schutzstreifen enden oft im Nichts, werden zugeparkt oder verschwinden komplett in Baustellenbereichen. Der jüngste Dooring-Unfall eines 39-jährigen Radfahrers verdeutlicht, wie dringend Maßnahmen zur Verkehrssicherheit sind – nicht nur auf dem Papier, sondern baulich umgesetzt.

Vision: Sichere Mobilität für alle – nicht nur für Mutige

Das Aktionsbündnis “Oberhausen sattelt um” fordert, dass alle Menschen – auch Kinder, ältere Personen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität – angstfrei das Fahrrad nutzen können. „Wir wollen Städte, in denen man Rad fährt, weil es Spaß macht – nicht weil man Mut beweisen muss“, hieß es in der Rede von OSU. Die Mehrheit der Menschen sei grundsätzlich bereit, auf das Fahrrad umzusteigen – wenn die Bedingungen stimmen.

Verkehrswende ist kein Zukunftsthema – sie ist überfällig

Das Bündnis erinnerte daran, dass eine echte Verkehrswende mehr ist als nur der Umstieg auf E-Autos. Es geht um Raumgerechtigkeit, Lebensqualität und Klimaschutz. Die Halloween-Aktion war ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass viele Menschen diese Veränderungen nicht nur befürworten, sondern aktiv einfordern.

„Verkehrswende jetzt – sonst wird’s wirklich gruselig!“

 


 

Wir stellen uns quer. Wir sagen: Schluss mit Rücksichtslosigkeit im Verkehr!

Wir fordern:

  • Tempo runter – Sicherheit rauf! Auf allen Straßen, nicht nur den Nebenstrecken.
  • Radverkehr zuerst! Schluss mit Verdrängung und Schikanierung.
  • Fahrradstellplätze, die passen! Für unsere Räder und für uns.
  • Verkehrswege für Menschen statt Motoren! In jedem Quartier, ohne Ausnahme.

Radfahren ist kein Luxus, sondern Pflichtprogramm für die Mobilitätswende. Wer Oberhausen liebt, fährt Rad.
 

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