
OB Schmachtendorf: Kein Drama ums Bushäuschen – sachlich bleiben!
Die jüngsten Medienberichte zur neuen Bushaltestelle Schmachtendorf Mitte sorgen für Irritation. Während in der Lokalpresse und im Lokalfernsehen teils dramatisch über ein „blockiertes“ Wartehäuschen berichtet wurde, sehen wir das differenzierter!
Worum geht es?
An der stark frequentierten Bushaltestelle wurde ein neues Wartehäuschen errichtet – auf einem ehemaligen, etwa 1,2 m breiten Radweg. Dieser entsprach weder den Anforderungen aus der aktuellen ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) noch der StVO. Zudem verlief der alte Radweg mitten durch wartende Busnutzer*innen. Das führte regelmäßig zu Konflikten und verlangsamtem Radverkehr.
Mit dem neuen Wartehäuschen wurde erstmals eine bauliche Trennung geschaffen – eine klare Verbesserung für alle: Menschen, die auf den Bus warten, stehen nun geschützt; Radfahrende können konfliktfrei umfahren – und das sogar mit über 2 Metern Platz, sofern die Mülleimer noch versetzt werden.
Wichtig: Eine Radwegbenutzungspflicht existiert an dieser Stelle ohnehin nicht mehr. Das bedeutet: Wer mit dem Rad unterwegs ist, darf – wie gesetzlich vorgesehen – auf der Fahrbahn fahren.
Unsere Einschätzung:
Die Situation vor Ort ist nicht ideal, aber auch keine Katastrophe. Eine Tempo-30-Regelung im Bereich der Haltestelle würde die Verkehrssituation zusätzlich entschärfen – für alle Verkehrsteilnehmenden.
Die aufgeregte Debatte in der Lokalpresse halten wir für überzogen. Anstatt sich an baulichen Einzelmaßnahmen abzuarbeiten, sollten wir gemeinsam an einer durchgängigen, sicheren und modernen Radinfrastruktur arbeiten – das hilft allen.
Fazit:
Der Umbau der Bushaltestelle ist kein Rückschritt, sondern eine Gelegenheit, eine langfristig bessere Lösung für den Rad- und Fußverkehr zu entwickeln. Wichtig bleibt: Breite, sichere Radwege, eine klare Trennung der Verkehrsarten und ein inklusives Verkehrsklima – dafür setzen wir uns ein. Und das gerne konstruktiv.










