Luftlinien: Die Hauptverbindungen für MH

In der Entwicklung: Die Mapathon-Karte für Mülheim als Basis für ein neues Radnetz, hier die Luftlinien des zukünftigen Hauptroutennetzes © ADFC MHOB

MAPATHON - Mülheim plant Radwege für alle

 

Radfahrinteressierte Bürger*innen in Mülheim von acht bis 88 Jahren entwickeln zusammen ein bedarfsgerechtes Radwegenetz für unsere Stadt. Wir steigen jetzt in die zweite Phase des Mapathon Projektes ein und beginnen, ein Hauptroutennetz zu planen.

 

Wir planen in die zweite Phase des Mapathon Projektes einzusteigen. Wir tauschen uns in Videokonferenzen aus, zur Umsetzung nutzen wir das online-tool uMap (openstreetmaps). In unserer Stadtkarte haben wir mittlerweile wichtige Quell- und Zielgebiete in Mülheim/Ruhr eingetragen. Auf getrennten Ebenen konnten wir Zielpunkte zu Schulen und Hochschulen, zu Orten gesundheitlicher Belange, Freizeit, Einkauf, Gewerbe, Arbeitsstätten etc. eintragen. In einem Folgeschritt haben wir mit geraden Linien Vororte und City miteinander verbunden, sowie Ziele in Nachbarstädten gekennzeichnet. Die verschiedenen Linien und Ziele übereinander gelegt ergab für uns ein deutliches Muster. Hieraus wird der zunächst der Bedarf an ein zukünftiges Hauptrouten oder Vorrangradroutennetz deutlich. Die jetzigen geraden Linien sollen in einem nächsten Schritt auf bestehende Straßenverbindungen heruntergebrochen werden. Sollte das nicht möglich sein, könnte sich daraus auch ein Bedarf an neuen Radverbindungen ergeben z.B. durch den Bau einer Brücke o.ä.. Es zeichnet sich für uns z.B. jetzt schon die Wichtigkeit der Verbindung zwischen Innenstadt, Speldorf und weiter nach Duisburg ab.

Nach unseren Vorarbeiten möchten wir nun den zweiten Schritt einleiten und unseren Personenkreis erweitern. Wir suchen engagierte Fahrradfahrende und interessierte Vereine und Organisationen, um gemeinsam weitere Konkretisierungs- und Umsetzungsschritte zu überlegen.

Die Mühe und die Auseinandersetzung in diesem Projekt lohnen sich, wie wir in einem überregionalen Austausch erfahren haben. Städte wie Mainz und Nottuln haben bereits ihre erarbeiteten Vorschläge an die Bürgermeister und Verwaltungen weitergeben können. Die Resonanz war sehr positiv und die Arbeit der entsprechenden Gruppen wurde sehr interessiert zur Kenntnis genommen. Die Wichtigkeit einer umfassenderen Förderung der Radmobilität scheint sich herumgesprochen zu haben. Packen wir es gemeinsam an und engagieren wir uns für ein gutes Radwegenetz, für lebendige Städte an Ruhr und Rhein, für die Mobilität von 8 – 88 Jahren und darüber hinaus.

Begriffsbestimmung: Mapathon leitet sich ab von Hackathon (Programmierende (Hacker) arbeiten in kurzer Zeit an einem bestimmten Thema zusammen) und Maps (Landkarte).

Das Mapathon Ziel: unter breiter Beteiligung von Bürger*innen entsteht ein Mülheimer Radwegenetz: engmaschig, lückenlos und durchgängig ohne Unterbrechung. Schul- und Arbeitsstätten, der Weg zum Einkaufen und viele Ziele sollen sicher, attraktiv und schnell mit dem Rad von zuhause zu erreichen sein. Sinnvolle Verknüpfungspunkte von Radwege und ÖPNV mitdenken.

Die Begründung: Radfahren vereint alle Anforderungen an ein modernes Verkehrsmittel – schnell, gesund, umweltfreundlich, nachhaltig, wirtschaftlich. Radfahren benötigt weniger Verkehrsfläche als der KFZ-Verkehr und ist ein wichtiger Faktor für die Belebung der Städte.

Die finanzielle Ausstattung: Das Bundesverkehrsministerium stellt im Rahmen des Klimapakets bis 2023 900 Millionen Euro für den Bau hochwertiger Infrastruktur bereit.

Die Umsetzung: Im Projekt ADFC-Mapathon tragen Bürger*innen ihr aus Erfahrung basiertes Expert*innenwissen zusammen und führen es in ein wünschenswertes Radverkehrsnetz in ihrer Kommune zusammen. Dabei werden bestimmte Anforderungen an Sicherheit, Zusammenhang, Durchgängigkeit und an der Qualität gestellt. Ein gutes Radwegenetz ist umwegefrei, einfach, komfortabel, attraktiv geführt und gut mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft. 1000 und mehr Radwegenetze in Deutschland entstehen.

Planung auf die Straße bringen: Für die weitere qualitative und rasche Umsetzung sind danach Stadtplaner gefragt, eine zügige Weichenstellung erwarten wir von der Politik.

Mach mit: Alle radfahrinteressierte Bürger*innen in Mülheim von acht bis 88 Jahren entwickeln zusammen mit dem ADFC Mülheim ein bedarfsgerechtes Radwegenetz für unsere Stadt. Das Projekt ist mit einfachen Mitteln umzusetzen, setzt auf breite Beteiligung aus der Bevölkerung, ein Wunschradnetz kann zügig erarbeitet werden.

Kontakt für Interessierte: muelheim [at] adfc-ob-mh.de

 

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https://ob-mh.adfc.de/artikel/adfc-mapathon-muelheim-plant-radwege-fuer-alle

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Wem melde ich Problemstellen in Mülheim?

    Anregungen für große und kleine Verbesserungen in der Radinfrastruktur von Mülheim an der Ruhr über den Ideenmelder des ADFC unter https://mh-ideenmelder.hpadm.de/ eingetragen werden. Dieser wird ehrenamtlich vom KV betreut und regelmäßig, auch gemeinsam mit der Stadt, überprüft und aktualisiert.

    Kurzfristig zu behebende Probleme (zum Beispiel illegaler Müll, Scherben auf dem Radweg) können über das Kümmer-Meldeportal (https://geo.muelheim-ruhr.de/kuemmer-karte der Stadt direkt eingereicht werden!

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  • Wie melde ich Vorschläge für Oberhausen?

    Du kannst in Oberhausen dazu beitragen, dass es besser wird: Trage Missstände mit einer kurzen Beschreibung und einem Foto in die Meldeseite ein. Nach einer Prüfung erscheint Dein Beitrag dann auf unserer Problemkarte. https://oberhausensatteltum.de/problemkarte/

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  • Wer radelt mit mir?

    Radfahren in der Gruppe macht richtig Spaß! Wir organisieren gerne Radtouren (Aktuelle im Radtourenpartal des ADFC) und suchen auch Radelnde, die selber Touren organisieren wollen:https://ob-mh.adfc.de/adfc-ob-mh/radtouren-leiten

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  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Über 1.000 Mitglieder hat der KV Oberhausen/Mülheim! Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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