Bewegende Schweigeminute für #Natenom auch in NRW - ADFC Oberhausen/Mülheim

Bewegende Schweigeminute für #Natenom auch in NRW

Am 11.02.2024 haben in NRW viele Menschen mit einer Schweigeminute an den Radaktivisten #Natenom erinnert. Gedenkfahrten, Rides of Silence und Schweigeminuten gab es u.a. in Essen, Dortmund, Duisburg, Düren, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Hattingen.

Foto zur Schweigeminute für #Natenom brennende Kerze vor Miniatur-Fahrrad aus Holz
Schweigeminute am 11.02.2024 um 13 Uhr für den Blogger #Natenom und alle im Straßenverkehr schwer verletzten und getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer © Ludger Vortmann / ADFC NRW

 

ADFC NRW-Kritik: unzureichende Fahrradinfrastruktur, fehlende Konrolle und Ahndung gefährlicher Überholmanöver

Die für den Schutz von Radfahrenden unzureichende Fahrradinfrastruktur, für deren Verbesserung sich Andreas so vehement engagiert hat, und die oft fehlende polizeiliche Kontrolle und Ahndung von gesetzeswidrigen Überholvergängen, die er in seinen Artikeln immer und immer wieder dokumentiert hat, sind ursächlich für viele schwerverletzte und getötete Radfahrer:innen.    

Seit Jahrzehnten engagieren sich tausende Menschen im ADFC, in Radentscheiden und anderen Initiativen für die Verkehrswende. Eine zentrale Forderung ist dabei immer ein sicherer Verkehr und die Gleichberechtigung aller Menschen, die am Verkehr teilnehmen. Beide Forderungen sind im Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz NRW sogar festgeschrieben: 

  1. Zukünftig sollen alle Verkehrsmittel eine gleich bedeutsame Rolle einnehmen.
  2. Das Land Nordrhein-Westfalen orientiert sich bei der Verbesserung des Radverkehrs und anderer Formen der Nahmobilität auch an dem Ziel der Verkehrssicherheit, dass niemand im Straßenverkehr getötet oder mit lebenslangen Schäden schwer verletzt wird („Vision Zero“).

Realität erfordert sofortiges Handeln

Ein Blick auf die Unfallzahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. Das aktuelle Straßenverkehrsrecht erschwert und verhindert in manchen Fällen sogar, dass der Straßenraum gerecht und sicher augeteilt werden kann. Wir brauchen eine ausgewogene Verkehrspolitik, die das Gemeinwohl und die Verkehrssicherheit aller Menschen im Blick hat. Mehr Schutz für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, verlangt, dass wir uns von jahrzehntelangen Privilegien des Autoverkehrs verabschieden und unsere Städte und unsere Mobilität ideologiefrei im Sinne aller Menschen gestalten.

ADFC NRW: abgelehnte StVG-Reform blockiert Fortschritte  

Für den ADFC NRW ist es daher völlig unverständlich, dass im Bundesrat, auch wegen der Enthaltung NRWs, der Reformvorschlag für ein neues Straßenverkehrsrecht abgelehnt worden ist. Die Ablehnung verhindert weiterhin eine Mobilität, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen und nicht an denen der Autos orientiert.

Wir appellieren deshalb an Verkehrsminister Wissing, die Mitglieder im Bundestag und die Landespolitik: Bitte machen Sie Ihren Einfluss geltend, um die Reform des Straßenverkehrsrechts erfolgreich abzuschließen.

Gedenkfahrten, Mahnwachen und/oder Schweigeminuten fanden in folgenden NRW-Städten statt:

Dortmund
12:45 Uhr am Friedensplatz 
Gedenkfahrt von ca. 10 km mit Zwischenkundgebungen
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Duisburg 
14:00 Uhr Livesafer Brunnen
Fahrraddemo/Ride of Silence 
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Düren
13 Uhr Gedenkfahrt in Düren
Treffpunkt Marktplatz Düren 12:45
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Essen
12:45 Uhr, Verkehrs- und Umweltzentrum, Kopstadtplatz 12
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Zubringer zur Veranstaltung in Essen

Gelsenkirchen
11.45 Uhr, Hans-Sachs-Haus (Rathaus) Gelsenkirchen.
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Hattingen
11.30 Uhr, Parkplatz Holschentor, Talstraße 8, 45525 Hattingen
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Pforzheim
11:00 Uhr, Lindenstraße 3, direkt am Bahnhof
Gedenkfahrt und Aufstellung Ghostbike am der Unfallstelle.
Um circa 13 Uhr findet eine Schweigeminute am Unfallort auf der L574 zwischen Schellbronn und Neuhausen statt.
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Bereits am 2. Februar fand in Köln eine Gedenkfahrt statt.
Am 6. Februar fand eine zweite Fahrraddemo unter dem Motto "In Gedenken an #Natenom" in Köln statt. 

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Die Verkehrspolitik hat schon lange einen Platten: Lärm, Abgase, verstopfte Straßen – und zu wenig Platz für Menschen und fürs Fahrrad. Straßenraum heißt in Deutschland vor allem Autoraum. Aber jetzt stellen wir die Weichen für die Zukunft: Das Fahrrad muss endlich ins Zentrum der Verkehrspolitik rücken, denn ohne Fahrrad können wir die Verkehrswende nicht schaffen. Wir brauchen mehr Platz und ein mutiges, neues Straßenverkehrsrecht. Keine faulen Kompromisse!

Viva la RADvolution!
Im Gesetz. Und auf der Straße.
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Und das muss passieren für die RadVolution!
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