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Mülheim: Leinpfad - Alternativen für den Radverkehr fehlen bisher

 

Das Radfahren im Ruhrtal ist beliebt, jedoch fehlen auf der rechten Flussseite zwischen Innenstadt und B1 geeignete Wege: Es gibt nur den Leinpfad und die Mendener Straße.

 

Presseinformation der ADFC Ortsgruppe Mülheim vom 20.5.2020

Das Radfahren im Ruhrtal ist beliebt, jedoch fehlen auf der rechten Flussseite zwischen Innenstadt und B1 geeignete Wege: Es gibt nur den Leinpfad und die Mendener Straße. Auf dem Leinpfad ist das Radfahren aufgrund der Enge zum Schutz der Fußgänger zu Recht verboten, auf der Mendener Straße hingegen ist es im Bereich vom Kahlenberg lebensgefährlich. Wir brauchen deshalb nicht nur zu Zeiten von Corona, sondern auch darüber hinaus eine Alternative.

Der Leinpfad zwischen Luisental und Mendener Brücke ist aus gutem Grund für die Radfahrenden gesperrt! Diese werden statt dessen über Radwege in der Friedrichstraße auf den Straßenzug Dohne – Mendener Straße geleitet. Diese Landesstraßen stellen jedoch nicht nur die kürzeste Verbindung Richtung Kettwig dar, sondern dienen auch als Zubringer von der Innenstadt zur B1. Auf der Dohne ist die Fahrbahn aufgrund parkender Autos oft nur einspurig befahrbar und somit der seit dem 28. April gesetzlich zwingende Überholabstand von 1,50 m kaum einhaltbar. Ab Florabrücke wirkt die Mendener Straße mangels Bebauung wie eine Landstraße, auf der das vorgeschriebene Tempo 50 km/h gerne deutlich überschritten wird. Genau deswegen, aber auch weil Radverkehrsanlagen dort fehlen, haben wir Verständnis für alle Radfahrenden, die diese Straße meiden.

Es fehlt bislang für Radfahrende eine Möglichkeit, diese Strecke sicher und angstfrei zurückzulegen. Als mögliche Lösung schlagen wir vor, den Straßenzug Dohne - Mendener Straße zwischen Luisental und Mendener Brücke als für den Anliegerverkehr freigegebene Fahrradstraße auszuweisen. Dort gilt dann Tempo 30 und der Radverkehr hat Vorrang. Da diese Regelung auf Landesstraßen nicht möglich ist, müsste die Stadt in Abstimmung mit der Bezirksregierung diesen Straßenzug abstufen lassen. Aktuell könnte zunächst ein Versuch gestartet werden: Aufgrund der Coronapandemie ist der Radverkehr anteilig gewachsen und der Individualverkehr gesunken.

 


https://ob-mh.adfc.de/pressemitteilung/leinpfad-alternativen-fuer-den-radverkehr-fehlen-bisher

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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